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Prof. Dr. Seraina Plotke

18.7.1972 – 27.10.2020

Tief erschüttert nimmt die Vereinigung der Dozierenden der Gruppierung II der Universität Basel (Dozuba) Abschied von ihrem Gründungs- und langjährigem Vorstandsmitglied Seraina Plotke.

Seraina hat in Basel Germanistik, Latinistik und Philosophie studiert. Ab 2001 arbeitete sie in verschiedenen Forschungsprojekten zur Kultur- und Literaturgeschichte des Mittelalters. 2005 erfolgte die Promotion in Deutscher Literaturwissenschaft an der Universität Basel. In diesem Jahr begann ihre siebenjährige Zeit als Wissenschaftliche Assistentin in Germanistischer Mediävistik in Basel. In diese Zeit fielen Assistenz- und Professurvertretungen in Freiburg i.Br und Basel. 2012 habilitierte sich Seraina in Basel in den Fächern Deutsche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit sowie Neulatein (Doppelhabilitation). Von 2013 bis 2019 forschte und lehrte Seraina als Hochschuldozentin für Germanistische Mediävistik in Basel. Forschungsaufenthalte, Lehraufträge und Gastprofessuren an den Universitäten Bern, Bremen und Hamburg fielen in diese Zeit. 2019 nahm Seraina den Ruf an die Universität Bamberg im Fach Germanistische Mediävistik an.

Seraina hatte sich schon als Assistentin für die Belange ihrer Gruppierung interessiert und als Gruppierungsvertreterin der Gr. III die Avuba (Assistierendenvereinigung der Uni Basel) mitbegründet. Mit der Habilitation wechselte sie zur Gr. II und begann sich auch hier sofort unipolitisch zu engagieren. 2013 wurde die Dozuba gegründet und Seraina in den ersten Vorstand gewählt. Hier blieb sie bis zu ihrer Berufung nach Bamberg.

Doch es sind nicht die Mitgliedschaften und vielen Kommissionseinsitze, die Seraina zu einem unschätzbaren Mitglied der Dozuba machten, es war ihre unbändige Energie, mit der sie für die Sache ihrer Gruppierung stritt. Sie wurde nicht müde, Ungerechtigkeiten jedweder Art nicht nur zu benennen, sondern an der Lösung zu arbeiten. Verschwurbeltes Taktieren war nicht ihr Stil, sie ging direkt auf die Sache los, immer mit ihrer ganzen Power, auch wenn es manchmal schien, dass dies ihre Kräfte übersteige. Seraina hat uns als Dozuba-Vorstand herausgefordert und mitgerissen. In diesen ersten Jahren haben wir als Dozuba viel erreicht. Das grosse Ziel war dabei immer, die Dozuba in das Universitätsstatut zu bringen. Wie es aussieht, werden wir dies bei der nächsten Revision des Universitätsstatuts erreichen. Es stimmt uns alle zutiefst traurig, dass Seraina von diesem grossen Erfolg nicht mehr erfahren konnte.

Mit schwerem Herzen müssen wir Seraina gehen lassen, loslassen. Wir verlieren eine exzellente Wissenschaftlerin, eine von ihren Studierenden verehrte Hochschullehrerin und einen äusserst engagierten Menschen.

Die Dozuba möchte Serainas Ehemann Alexander Honold, ihren Eltern und ihrer Familie unser tief empfundenes Beileid aussprechen.

Wir werden Dich nicht vergessen, liebe Seraina. Wir danken Dir für alles.

Im Namen des Vorstands der Dozuba

Erik Petry

Präsident

 

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